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Danke für deine Offenheit

Seit einiger Zeit folge ich einer Bloggerin, die über ihr Leben mit Diabetes bloggt. Lisa studiert Germanistik und Geschichte und bloggt seit Anfang 2014 auf Lisabetes über ihren Alltag mit Diabetes.

Mit diesem Beitrag möchte ich mich bei Lisa bedanken.

Jetzt fragst du dich bestimmt wieso?

Ganz einfach:

Dank Lisa interessiert sich mein Sohn jetzt für eine Pumpe.

An sich ist eine Insulinpumpe für uns nie ein Thema gewesen. Mein Großer wollte einfach nie eine, weil er keinen Katheter haben wollte, und mit dem Pennen kommt er auch gut zurecht.

Im Dezember letzten Jahres haben wir ja den Dexcom G5 (CGM) bekommen, so dass wir einen besseren Überblick über den Blutzucker-Verlauf haben. Leider mussten wir aber nach den ersten CGM-Auswertungen jetzt feststellen, dass er bei den Mahlzeiten mehr als einmal spritzen muss. Selbst langsame Kohlehydrate nimmt er sehr schnell auf, so dass er einen Teil der Insulineinheiten schon vor der Mahlzeit spritzen muss. Gerade bei Kindern ist es aber schwer vorherzusagen, wieviel sie tatsächlich essen. Zwangsläufig muss er daher nach dem Essen die restlichen Einheiten, die er noch gegessen hat, spritzen.

Und jetzt rechne mal aus, wie oft er bei 4 – 5 Mahlzeiten am Tag Insulin spritzen muss.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass wir die nächtlichen Unterzuckerungen trotz CGM nicht richtig in den Griff bekommen. Trotz mehrfachen Schraubens an der Basalrate hat er in der ersten Nachthälfte ein bis zwei Spitzen nach unten. Laut Diabetesschwester ließe sich das mit einer Pumpe aber einstellen.

Also was tun?!

An dieser Stelle kommt Lisa ins Spiel. Wie es der Zufall nämlich will hat Lisa sich vor kurzem für eine Insulinpumpe, die Minimed 640g, entschieden.

Auf ihrem Blog und auch den sozialen Kanälen hat sie viel über ihre Entscheidungsfindung und die ersten Schritte mit ihrer neuen Begleiterin geschrieben.

Besonders ansprechend fand ich ihre Fotos und ihre YouTube-Videos dazu. Also habe ich sie kurzerhand meinem Sohn gezeigt. Und was soll ich sagen?! Es fiel auf fruchtbaren Boden.

„Die sieht ja cool aus!“ war das Urteil und drei Wochen später hat er eine Pumpe (ohne Insulin) Probe getragen, um herauszufinden, ob er damit im Alltag zurechtkommen würde.

Das Fazit war dann tatsächlich, dass er jetzt auch eine Minimed 640g möchte und wir diese auch beantragen werden.

Diesen Beitrag schreibe ich daher, um mich speziell bei Lisa zu bedanken. Ohne ihren offenen Umgang mit dem Thema Diabetes würde es dieses Fazit vermutlich nicht geben. Oder vielleicht erst viel später.

Das zeigt einfach, dass man mit einem Blog und viel Offenheit viel bewegen kann.

Danke für deine Offenheit Lisa!

Blogfoto zu Danke für deine Offenheit!

6 Kommentare

  1. Oh wow! Das ist ja großartig und wenn es schon nicht bei meinem eigenen Bruder klappt, dann wenigstens bei jemand anderem. Nein, aber das freut mich wirklich unheimlich!
    Nach einem Monat Minimed640g bin ich sogar noch zufriedener als zu Anfang. Es ist wirklich ein komplett neues Gefühl. Werdet ihr auch den Enlite dazu beantragen? Ich weiß leider gar nicht, wie das mit einem CGm-Wechsel so aussieht, aber die Zusammenarbeit zwischen Minimed und Enlite ist einfach einsame Spitze. Ich möchte nie wieder etwas anderes.

    Und vielen, vielen Dank für die ganzen Komplimente, lieben Worte und diesen Beitrag . Da weiß man, dass sich das Bloggen lohnt. Und ich bin ganz gespannt, was ihr weiter berichtet 😉

    • Wir werden den Enlite später beantragen. Da du so positiv über das Zusammenspiel von Enlite und Minimed berichtet hast, habe ich unsere Diabetesschwester gefragt, ob das machbar wäre. Hatte eigentlich schon mit einem ‚Nein‘ gerechnet, aber sie meinte, es wäre durchaus einen Versuch wert.
      Man könnte das ja persönlich mit der KK besprechen, wenn die Weitergenehmigung des Dexcom anstünde. Schließlich wäre es ganz gut, wenn sich die Pumpe auch nachts bei ihm ausschalten könnte, weil er gerade nachts immer noch zu Unterzuckerungen neigt.
      Sie rechnet uns ganz gute Chancen aus. Und bis dahin geht es auch mit dem Dexcom (der übrigens super zu empfehlen ist 🙂 ).

      Die Komplimente haste du dir ehrlich verdient. Es gehört schließlich ordentlich Mut dazu, so offen mit seiner Erkrankung umzugehen 🙂

      Weitere Berichte folgen selbstverständlich 😉

  2. Liebe Allround-mom,
    unfassbar…bei uns war es gaaaanz genau so! Mein Sohn bekommt (zufällig) die gleiche Pumpe und CGM wie Lisa hat und freut sich sehr drauf.
    Wir finden ihren Blog und die Videos sehr hilfreich.
    Danke Lisa!
    Unbekannterweise viele Grüße, Uschi

    • Hallo Uschi,
      das ist ja ein witziger Zufall 🙂
      Darf ich fragen, wie alt dein Sohn ist und wie lange er schon Diabetes hat?
      Ganz liebe Grüße,
      Nicole

  3. Liebe Nicole,

    ich freue mich mit dir, dass du Lisas Beitrag entdeckt hast und dass du deinen Sohn so für diese Pumpe interessieren konntest. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sehr uns das Internet, vor allem mit ihren vielen Bloggern, auch lehren kann bzw. unseren Horizont erweitern kann.

    Natürlich drücke ich euch die Däumchen, das ihr schnell einen positiven Bescheid erhaltet.

    Lange Jahre habe ich in einer internistischen Praxis gearbeitet, die auf Diabetes spezialisiert ist und in meiner Schwangerschaft, habe ich mit heftigem Schwangerschaftsdiabetes zu kämpfen gehabt. Das ist nichts im Vergleich, aber ich möchte dir nur versichern, dass mir bewusst ist, was ihr tagtäglich lebt.

    Sei besonders lieb gegrüßt,

    Nisnis

    • Huhu Nisnis,

      ja, die Bloggerwelt kann eine echte Bereicherung sein. Es gibt viele Perlen zu entdecken.

      Und was den Vergleich angeht: jede Form der Diabetes ist schwer. Die Schwangerschaftsdiabetes geht im besten Fall zwar wieder weg, aber das macht es ja nicht leichter in der Zeit, in der man darunter leidet.
      Und schon in seiner ersten Woche nach der Manifestation hat mein Sohn erkannt, dass Diabetes zwar sch… und nervig ist, aber das es noch viel schlimmere Erkrankungen gibt.
      Jede Erkrankung ist schlimm, aber es ist oft – gerade bei Erkrankungen wie Diabetes oder MS – einfach eine Einstellungssache, wie man es annimmt und was man daraus macht 😉

      LG Nicole

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